Fest-Kolloquium 20 Jahre Computermuseum der Informatik

06. Dezember 2017

Das Computermuseum der Informatik

...und wieder sind 10 Jahre vergangen...

Im Jahr 1996 beschloss der Fakultätsrat der damaligen Fakultät Informatik die Einrichtung eines Computermuseums, um dem Wunsch Rechnung zu tragen, die Entwicklung der Informatik anhand ausgewählter funktionstüchtiger Exponate zu demonstrieren. Nach etwa sechs Monaten Vorarbeit wurde im Februar 1997 in einem 30 m2 großen Raum, den freundlicherweise die Professoren Gunzenhäuser und Lehmann spontan zur Verfügung gestellt hatten, das Museum im Rahmen einer durch das Informatik-Forum Stuttgart getragenen Veranstaltung eröffnet. Seit dem Umzug in das Gebäude in der Universitätsstraße im Jahr 2003 stehen dem Museum 97 m2 Ausstellungsfläche zur Verfügung.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen ist das Computermuseum jeden Dienstag von 16:15 Uhr bis 18:30 Uhr geöffnet und kann somit in diesem Jahr auf seine 20-jährige Existenz zurückblicken.

Neben der Öffnung für das interessierte Publikum beteiligt sich das Museum an zahlreichen Veranstaltungen in und um die Informatik herum, wie z. B. dem Tag der Wissenschaft, Absolventenfeiern und fast allen infos-Veranstaltungen. Zusätzlich werden jährlich etwa 20 bis 30 Führungen für angemeldete externe Gruppen abgehalten.

Das Museum hat den besonderen Ehrgeiz, möglichst alle Exponate funktionstüchtig zu halten und praktisch vorführen zu können. Dafür sorgen in erster Linie die beiden Museumsverantwortlichen Klemens Krause und Christian Corti. Das Informatik-Forum Stuttgart stellt großzügig die dafür notwendigen Sachmittel zur Verfügung.

Weitere Tätigkeiten des Museums bestehen in Datenmigration und Archivierung. Regelmäßig erhalten die Betreiber des Museums Anfragen aus Universitäts- und Industriekreisen nach der Möglichkeit, alte Datenträger, z. B. Disketten und Magnetbänder, einlesen und auf moderne Medien übertragen zu können. In vielen Fällen kann hierbei erfolgreich geholfen werden.

Schriftliche Unterlagen und maschinenlesbare Datenträger werden eingescannt und auf den ftp-Server der Informatik geladen und somit vor physikalischer Zerstörung gesichert und interessierten Nutzern zugänglich gemacht. Daneben betreibt das Museum auch noch einen Mirror der amerikanische Seite „bitsavers.org“.

Wir freuen uns sehr darüber, den Besuchern mit der Veranstaltung „20 Jahre Computermuseum“ einen Rückblick auf 60 Jahre EDV geben zu dürfen.